Angst zu Sterben?

  • Themenstarter Themenstarter DeletedUser25688
  • Startdatum Startdatum
Niemand sagt, dass 1 eine absolute Helligkeit ist. Wenn 1.000.000 die absolute Helligkeit ist, dann ist 1 immer noch extrem wenig und scheint praktisch dunkel, auch wenn Licht da ist. Aber halt nur so wenig, dass es fast wie Dunkelheit erscheint.
Unendlich kleine Teile von unendlich vielen Summanden haben einen Grenzwert und konvergieren...
 
In dem Bsp. wäre aber 1 das absolute Maximum, bzw. einen unendlich kleinen Teil darüber. Das heißt 0 wäre absolut dunkel, weil man nie unter 0 kommen kann. Und 1 wäre absolut hell, weil man eben nie die 1 überschreiten kann.
 
Noch einmal: Niemand hat gesagt, dass 1 das absolute Maximum ist!
Definierst du die Riehe um und hast vorne eine 1 wäre dein absolutes Maximum plötzlich bei 2?

In der Physik kannst du die Lichtstärke von Dingen messen. Eine Sonne hat eine gewisse Lichtstärke und gibt diese in alle Raumrichtungen gleichmäßig ab. Da die Erde aber sehr sehr klein im Vergleich zur Sonne und den Abstand ist, kommt nur ein winziger Bruchteil davon hier an.
Alpha Centauri, der nach der Sonne nächste Stern, ist etwa 4,34 Lichtjahre entfernt, also etwa 4,106074*10^16 Meter. Die Lichtleistung verteilt sich gleichmäßig auf der Kugel. Diese Kugeloberfläche ist 2,11867*10^34 Quadratmeter, von denen die Erde (dank Radius von 6378 Kilometer) etwa 1,278*10^14 einnimmt.
Oberfläche der Erde geteilt durch Oberfläche der Kugel entspricht dem Anteil des Lichtes, das auf der Erde ankommt. Und das ist ein 0.00000000000000000000603192stel des Lichtes, das ausgestrahlt wird.

Damit die Helligkeit auf der Erde über alle Grenzen wächst, muss mit der Entfernung auch im gleichen Maße die Leuchtkraft des Sterns wachsen.
 
Ich denke, ich weiß du worauf du hinaus möchtest. Dass in einem unendlichen Raum, unendlich viele Objekte theoretisch auch unendlich voneinander entfernt sein können. Is halt die Frage. Unendlich ist halt immer so abstrakt. Aber wenn man es sich mal bildlich, von mir aus in einem Mengendiagramm vorstellt, in dem das Licht eine Teilmenge von Sterne ist und Sterne eine Teilmenge von Universum, dass würde es vielleicht klarer werden. Es geht auch nicht darum, was wir von der Erde aus sehen, sondern dass das Universum insgesamt hell sein müsste. Freilich kann in dem Beispiel auch die 2 oder die 1000 die Obergrenze sein. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass mit einer wachsenden Anzahl von Objekten die Helligkeit bis auf ein Maximum ansteigen muß. Und da ist das Beispiel mit den Brüchen eigentlich gut geeignet, weil sich die Summe immer mehr der 1 annähert, oder der 2 oder x. Es geht ganz einfach darum, dass es eine untere Grenze gibt, hier 0, oder eben die absolute Dunkelheit, und eine Obergrenze, hier 1, oder die absolute Helligkeit. Vielleicht kann man es mit einem dunklen Raum vergleichen. Man schaltet eine Taschenlampe, dann zwei, dann drei, dann viele ein. Mit jeder Taschenlampe wird es ein bißchen heller im Raum. Aber ein Raum ist halt ein schlechtes Beispiel, wenn man von einem unendlichen Universum redet. Was mich gerade beschäftigt ist die Frage, ob ein unendlicher Raum, mit unendlich vielen Objekten eigentlich voll ist oder nicht. Theoretisch müsste dann ja Stern an Stern kleben. Oder wie siehst du das?
 
Da ich mich durchaus als Mathematiker mit dem Begriff der Unendlichkeit in abzählbar und Überabzählbarkeit auskenne, gebe ich dir noch ein Beispiel, wie es mit der Unendlichkeit zugehen kann.

Die natürlichen Zahlen (1,2,3,4...) sind unendlich viele. Man nennt sie "abzahlbär", weil man jeder Zahl eine Nummer geben kann und sicher ist, keine vergessen zu haben.
Die Anzahl der Brüche ist auch unendlich. Und da jede natürliche Zahl ein Bruch ist (1/1, 2/1, 3/1, 4/1, ... ) erscheint es auf den ersten Blick logisch, dass es mehr Brüche als natürliche Zahlen gibt. Außerdem gibt es ja auch noch -1/1, -2/1 usw...
Aber es gibt genau gleich viele Brüche wie natürliche Zahlen, obwohl sich die natürlichen Zahlen in die Brüche einbetten lassen und noch so unglaublich viel Platz dazwischen erscheint.

Mit den Brüchen kannst du jede beliebige Zahl beliebig genau ausdrücken. Egal, wie dicht du zwei Zahlen nimmst, du findest immer noch Brüche, die dazwischen liegen. Also könnte man annehmen, dass zwischen den Brüchen kein Platz mehr ist, weil sich alles mit noch mehr Brüchen vollpflastern lässt.
Da kommen die reellen Zahlen ins Spiel, die den Platz dazwischen füllen. Und das tun sie so eng, dass zwischen jedem paar Brüche, was du dir vorstellen kannst unendlich viele reelle Zahlen liegen. Und zwar so viele, dass es zwecklos ist, sie zu zählen! Egal, wie du sie zählen willst, es bleiben immer noch welche über, die du nicht gezählt hast.

In einen unendlich großen Universum müssen unendlich viele Sterne nicht zwangsweise dicht an dicht liegen. Die unendlich vielen Primzahlen liegen auch nicht dicht im Raum der natürlichen Zahlen sondern sind im großen und ganzen so selten, dass man froh ist, mal eine zu finden.

Yay Mathe!

@Topic: Angst vor dem Sterben zu haben ist leicht. Genau, wie man Angst vor allem haben kann, was neu und was unbekannt ist. Aber anders als vielem anderem, kann man dem Tod nicht ausweichen. Ich kann ihn aufschieben und entwischen (durch Besiegen einer Krankheit oder gesunden Lebensstil), aber am Ende bekommt er mich trotzdem. Das lässt mich stoisch werden und mich der Dinge harren, die da kommen.
 
4 jahre später

wie siehts aus seit ihr immer noch der selben meinung wie früher oder hat sich mittlerweile was daran geändert
bei mir ist es ja so das ich zwar immernoch keine angst vor dem tod habe, ja sogar manchmal durch meine mittlerweile bestättigten psychischen erkrankung in her sehne aber im endeffect er doch noch etwas warten kann
 
Man kann langsam und qualvoll dahinrotten oder kurz und schmerzlos. Das ist das einzige was mich daran beschäftigen würde. Was die Frage nach dem Tod angeht so kann einem das ziemlich egal sein. Entweder man existiert weiter oder eben nicht. Wenn ersteres zutrifft ists schön und wenn nicht kanns einen ja nicht stören da nicht mehr existent.
 
VW mit 17 - der Tod suckt..


Ich hoffe nur, das wenn - es schnell geht. Am besten einschlafen & nicht mehr aufwachen. Kein Unfallopfer o. Ä.


& in die Zukunft würde Ich gerne schauen. Hachja, unser Leben.. :)


Pat


edit: Kernfrage -> Ja, Angst ist durchaus vorhanden.
 
Zurück
Oben